Es ist mal wieder soweit!

Am Brensbacher Weihnachtsdorf – Sonntag, 8.12.2019, haben Sie die Gelegenheit, mal wieder so zwischendurch oder vor oder nach dem Kaffeetrinken im

Kirchencafe von 15°°  bis 17°° Uhr das Schnellerts – und Heimatmuseum im geheizten „Alten Schul- und Rathaus“ neben der Kirche zu besuchen.

Die Fotoalben der 40-jährigen Tätigkeit der Forschungsgemeinschaft Schnellerts e.V.  liegen aus und unser Prachtstück, der sagenhafte,

vergoldete, morgenländische Steigbügel, ist in der mittleren Schnellertsvitine auf einem Podest zu bewundern.

Ein erster zierlicher, morgenländischer Damensteigbügel wurde bereits 1926 von Werner Bergengruen im Buch „Der Rodensteiner“ beschrieben,

lange vor den Ausgrabungen auf dem Schnellerts und hat so manchen Sondengänger zum Suchen nach Mehr bewogen.

Außerdem gibt es: Truhenschlösser und Buchbeschläge aus Metall, die den Brand bei der Zerstörung der Burg um 1300 überstanden haben,

                               80 Armbrustbolzen und 5 Blidenkugeln,

                               rustikales Reitzubehör a.d. 13.Jahrh.,

                               Küchenutensilien zur Käseherstellung,

                              Spielzeug, Murmeln für die Burg-Kinder,

                            Spinnwirtel und Hechelzinken für die Frauen zur Textilherstellung,

Spardose, Heller und Signalhorn.                      

Nicht zu vergessen die Römervitrine mit den Lesefunden von Karl Hofferberth, Alexander Braun, Barbara Dittmann und Marco Tischler.

Denn auch Römer waren um 130 n. Chr. ca. 100 Jahre lang hier in Brensbach am Eichstumpf sesshaft.

Und die Steinzeitmenschen vor 200 000 Jahren v. Chr. haben in Brensbach ein Wollnashorn geschlachtet und die Knochen in eine Abfallgrube am Pfarracker geschmissen. Zufallsfund beim Bau eines Hauses.

Der Unterkiefer wird bei uns im Museum in der Steinzeitvitrine ausgestellt, die restlichen Teile im Landesmuseum in Darmstadt.

All diese Schätze gibt es im Brensbacher Museum im „Alten Rathaus“ kostenlos für Jung und Alt bei einer heißen Tasse Tee und Schnellertsstangen zu sehen.

Außerdem:   Die Geister, die ich rief, werd`ich nicht mehr los.

Wir laden Sie ein, den Zug des „Wilden Heeres“ vom Schnellerts zum Rodenstein über die Haal, Nieder-Kainsbach, Brensbach, Fränkisch-Crumbach visuell auf einer Airborn- Lasertechnik-Karte des Gersprenztales und auditive als Hörspiel, gesprochen und fachmännisch vertont von Marco Tischler aus Wersau, mit Kopfhörer oder Lautsprecher zu hören.

Wir wollen dieses im 18. Jahrhundert so oft gehörte und auch auf dem Amt Reichenberg über 50 Jahre lang dokumentierte Ereignis noch einmal veranschaulichen. Denn erst dieser nur hörbare Geisterzug des Schnellertsherrn hat die Sache ins Rollen gebracht und die beiden Ruinen Schnellerts und Rodenstein so berühmt gemacht, so dass sich die Brüder Grimm, Viktor Scheffel, Werner Bergengruen, Heinrich Zehfuß, J.Wilhelm Wolf, Konrad Dahl, Karl Schäfer, Theodor von Haupt, Georg Dascher und die FGS damit beschäftigten.

Der Schnellertsgeist zieht mit seinem „Wilden Heer“ immer dann geräuschvoll mit lautem Getöse, aber unsichtbar aus dem Schnellerts-Berg aus und durch die Lüfte, wenn dem Reich Gefahr droht und er kehrt erst dann wieder zurück, wenn diese Gefahr vorüber ist.

Das Krieg und Frieden ankündigende Geisterheer wird begleitet von lautem Hundegebell. Peitschengeknall, Pferdegetrappel, Hui-Rufe und Wagenrasseln. kehrt in die Küche des ehemaligen Adelshofes derer von Brensbach, Heidelberger Str. 27, ein und hält dort sein Nachtmahl. Am nächsten Morgen finden die Hausbewohner noch ein warmes Herdfeuer vor.

Der nächtliche Besuch galt nicht dem Ehepaar Hübner, die mussten sich die Augen zu halten, sondern seiner eigentlichen Verwandtschaft, seiner Familie, seinem Stamm.

1804 wurde das Haus abgerissen und der Spuk hörte in Brensbach auf aber der alte echterische Gewölbe-Keller von der Hofreite und dem echterischen Nachbarhaus existiert noch.