Georg Wagner, Schnellertsbericht 1978, S. 34.

Am Gersprenztal vor der Böllsteiner Höh’ liegen im Walde seit eh und je die kärglichen Reste einer Burg, von der die Leute sogar noch heute recht wundersame Geschichten mit dem Rodensteiner erdichten.

Nun sind sie dabei, unter Ahorn und Buchen in der Erde Verborgenes geduldig zu suchen.

Mit Schippe und Spaten, mit Bürste und Sieb erforschen sie gründlich was übrig noch blieb.

Von Zauber und Schätzen keinerlei Spur, denn wissenschaftlich arbeiten sie nur.

Sieben Jahrhundert lag dort verdeckt, was jetzt wieder der Menschen Interesse erweckt.

Wohl ahnt man von Kampf und von Brand, doch hat niemand gehört, wer die Burg einst berannt und mit Feuer zerstört.

Konserviert steht der Turmstumpf, restauriert sind die Mauern. Jetzt werden sie doch noch Generationen überdauern.