Auch wenn kaum neue Funde ins Schnellerts-Museum  hinzukommen, bedarf es ab und zu einer Säuberung, Umgestaltung, Sortierung und Beschriftung der originalen Funde.

Die Fundstücke aus Eisen, Ton und Glas fristeten ein staubiges und unbeachtetes Dasein.
Dabei zeigen und erzählen gerade die gefundenen Eisenteile vom täglichen Leben vor 800 Jahren auf dem Schnellerts: 2 Truhenschlösser, Ziernägel und Beschläge von den verbrannten Truhen, Buchbeschläge, 1 Pinzette, 2 Tüllen, 2 Beile, 1 Hammer, Bolzen, Klammern, Riegel, Griffel, Hechelzinken, Messer und diverse handgeschmiedete Nägel.

mittelalterliche Schlösser

2 Truhen-Schlösser und Beschlagteile

Das bedeutet, dass die Burg ohne Vorwarnung ganz unerwartet zerstört wurde, denn sonst hätte man die wenigen, kostbaren Habseligkeiten in den Truhen mitgenommen, zumindest die vergoldeten Steigbügel und Rüstungsteile und die handgeschriebenen Bücher, von denen nur die metallenen, zierlichen Beschläge nach dem Brand übrig blieben.

Truhen waren die damaligen Umzugskisten. Schränke gab es noch nicht.