Fundamentsohle und Felsen haben wir noch nicht erreicht. Es geht immer noch tiefer und tiefer. Wir sind in 2,30 m Tiefe auf große, abgestürzte Quadersteine mit Brandspuren , Tonscherben von Vorrats- und Kochgefäßen, Ofenbecherkachelbruchstücken und Ziegelbruchstücken (Mönch-Nonne) gestoßen, also Reste eines Wohngebäudes direkt an der Nordmauer. Das Bergen der Quadersteine hat den ganzen Samstag in Anspruch genommen und erst am 29. August geht es weiter.

Mit Hilfe einer Balkenlage auf dem breiten Fundamentvorsprung, den man ja sicher vor ca. 800 Jahren mit Absicht gebaut hat, könnte hier ein Keller unter den Wohngebäuden enstanden sein.

Von dem Wein „in seiner eigenen Haut“ ist bisher nichts zu sehen.

Es ist bekannt, dass der Wein beim Lagern Weinstein absetzt, der, eine harte Kruste um die Flüssigkeit bildend, von Jahr zu Jahr stärker und endlich dick genug wird den Wein in sich fest zu halten, wenn durch die Länge der Zeit und durch Einwirkung der Feuchtigkeit des Kellers die Dauben des Fasses morsch werden und zerfallen. Darum heißt an manchen Orten dieser Weinstein die eigene Haut. (Grässe, Sagenbuch, Zweiter Band, Hessen)