Der Schnellerts zur Zeit seiner Besiedlung von  M. Krauskopf.

Rekonstruktionszeichnung der Burg von M. Krauskopf

Rekonstruktionszeichnung der Burg von M. Krauskopf

Bei der Rekonstruktion wurde auf alle nicht nachweisbaren Details verzichtet. Lediglich der Hocheingang des Bergfrieds wurde ohne entsprechenden Befund dargestellt.

Der Dachreiter auf dem Gebäude am südlichen Ringmauerabschnitt trägt  dem in diesem Bereich 1983 in 170 cm Tiefe gefundenen Glockenbruchstück Rechnung. (SB 1997 S.4 ff.)

Schnellertsfund Glockenbruchstück 12.Jahrh.

Glockenbruchstück aus dem 12. Jahrh.

Dem Tor gegenüber stand, direkt an die östliche Ringmauer gerückt, ein runder, recht schlanker Bergfried von knapp 6,50 m Durchmesser. Der im unteren Bereich 2,25 m Durchmesser messende Innenraum  bot wohl auch weiter oben kaum Bewegungsfreiheit, die Mauerstärke betrug etwa 2,10 m.
Der Turm erwies sich so als Gebäude mit reiner Wehr-, Beobachtungs-, aber auch in erster Linie Repräsentationsfunktion.
Der Burghof war stellenweise mit Bruch des anstehenden Gneis geschottert.

Verlies

Innenraum des Turmes mit Verlies

Die Ausgrabungen von E. Anthes und die Untersuchungen der Forschungsgemeinschaft Schnellerts e.V. (FGS) lassen auf mindestens zwei Wohngebäude direkt an der nordwestlichen Burginnenmauer schließen. Nachgewiesen wurden zwei mit Ziegeln (Mönch-Nonne) gedeckte Fachwerkbauten und ein Stallgebäude in der Nordostecke.

Mönch-Nonnen-Deckung und Firstpfannen

Mönch-Nonnen-Deckung und Firstpfannen