Die Baustelle an der Nordinnenmauer auf dem Schnellerts ist gut durch den Winter gekommen, kein Einbruch des Erdreiches und keine mutwilligen Zerstörungen, nur sehr nass. Die restaurierte Innenmauer vom Herbst 2015 sieht gut aus. Aber die Frage, wie hoch oder wie tief ist das Fundament?, reicht es für einen Keller?, sollte noch geklärt werden, bevor wir mit dem Verfüllen des Arbeitsraumes beginnen.

In 2,30 m Tiefe, vom heutigen Niveau gemessen, stießen wir endlich auf waagerechtes, aber teilweise loses Felsgestein, auf welchem die untersten Steine der Mauer vermörtelt ruhten, die Fundamentsohle. Dort hat man also vor ca. 800 Jahren mit der Gründung der Burg angefangen. Die eigentliche Ringmauer wurde dann  auf dem 85 cm hohen und sehr breitem Fundament aus unregelmäßigen Bruchsteinen als Sichtmauer aufgesetzt, aber um 35 cm zurückversetzt, so dass wir heute nur den innenseitigen Fundamentvorsprung zu sehen bekommen.

Brandlehm, Pfannenbruchstücke, Holzkohle, Tonscherben

Die letzten Fundstücke an der nördlichen Innenmauer

Mörtelreste, Holzkohle, Brandlehm,  Pfannenbruchstücke und 2 kleine Tonscherben waren die einzigen, wenigen Fundstücke.

Ein Keller wurde nicht identifiziert und die gleichzeitige Verwendung des Fundamentvorsprungs als Auflager für die Wohnhäuser konnte auch nicht geklärt werden.

Am 21. Mai 2016 haben wir nach der Einmessung und fotografischen Dokumentation den 2,30 m  tiefen Graben zur Hälfte wieder verfüllt, um im Stehen die Burgmauer im oberen Teil vorsichtig mit Hilfe eines Maurers zu ergänzen.

Die Bilder vom 11. Juni 2016 zeigen die  Verfüllung des Arbeitsraumes bis in Kniehöhe.