Thomas Steinmetz hat in seinem Vortrag: „Die Burg auf dem Schnellerts – kein unlösbares Rätsel“ beim Breubergbund einen neuen geschichtlichen Ansatz gefunden, der das nähere Umfeld des Schnellertsberges beleuchtet:

Die Erbauung dieser Burg wird mit dem Erwerb fuldischer Lehen im Gersprenztal und Kainsbachtal durch die Schenken von Erbach in Verbindung gebracht.

Der Haalhof unterhalb der Burg – ehemals „Hausen“ genannt – ist erbach-fuldisches Lehen, ebenso das Erlenbacher Lehen in Ober-Kainsbach (Kuningisbach) und ein 3. Lehen im Wünschbachtal. Sie gruppieren sich halbkreisförmig um den Schnellerts, dienten der Versorgung und Unterhaltung der evtl. (?) geteilten Ganerbenburg oben auf dem Schnellerts derer „von Hochhausen“, ein erbachisches Ministerialien- und Burgmannengeschlecht.

Hier treffen Sage und Realität schleierhaft  aufeinander, wenn der Haalhof = Hausen im 13. Jahrh. der Naturalienlieferant der Burg auf dem Schnellerts war.

Also müsste die Burg „Burg Hochhausen“ heißen, die aus rein überwachungs- und wehrtechnischen Gründen im Auftrag der Erbacher Schenken erbaut wurde, um aus wirtschaftlichen Gründen den rohstoffhaltigen Odenwald, das Territorium der Erbacher, gegen den Zugriff anderer abzusichern. Aber warum wurde die Burg nach ca. 100 Jahren schon wieder zerstört??

Der Vortrag erscheint vollständig im nächsten Heft des Breubergbundes „Der Odenwald“, Zeitschrift des Breubergbundes, 62. Jahrgang, D 1871 F, Heft 3 / September 2015